Seit 25 Jahren ein Herz für Senioren in Bedburg-Kaster

14.06.21, 14:00
Kaspar Mueller-Brinkmann
210609_25_Jahre_Stiftung_Hambloch_mr (c) Kaspar Müller-Bringmann

Bedburg-Kaster – „Mitten im Leben“, besser kann man das Seniorenzentrum Stiftung Hambloch nicht beschreiben. Seit einem Vierteljahrhundert liegt die Einrichtung des Caritasverbandes nicht nur im Herzen von Bedburg-Kaster, sie ist unverzichtbarer Bestandteil der Gemeinde Kaster. Schon seit langem hat die Einrichtung engen Kontakt zu Schulen, Kindergärten und Vereinen aufgebaut. Jetzt feiert sie ihr 25. Jubiläum. Die engen Verbindungen zum Ort zeigten sich auch in der Coronazeit, in der die Bewohner und Mitarbeitenden von vielen Bürgern mit Musikdarbietungen und Bastelarbeiten umsorgt wurden. Auch die Mitarbeiter fühlen sich dem Haus eng verbunden: Immerhin acht der heute 90 Mitarbeiter sind von Anfang an dabei.

„Diese Kontinuität freut uns als Dienstgeber natürlich besonders und darauf sind wir stolz“, sagt Caritas-Vorstandsvorsitzender Peter Altmayer. 1996 wurde das Haus an der St. Rochusstraße eröffnet. Möglich wurde das unter anderem durch eine Stiftung von Hermann-Josef Hambloch und der Initiative der katholischen Kirchengemeinde. Träger ist der Caritasverband Rhein-Erft. Eine von acht Frauen und Männern, die das Seniorenzentrum von Anfang an begleiten, ist Corina Becker, Leiterin des Sozialen Dienst. Sie erinnert sich noch heute daran, wie sie zum ersten Mal im Rohbau stand und gemeinsam mit dem Architekten Einrichtungsgegenstände und Beschäftigungsmaterialien für die künftigen Bewohner aussuchen durfte. „Unser erster Arbeitstag war Samstag, 1. Juni 1996, und als erstes haben wir jeder unsere Abteilungen geputzt und eingerichtet. Anschließend wurde die Zimmer der Bewohner hergerichtet und alle 98 Betten bezogen.“

Einiges hat sich seitdem geändert. Vor allem durch die diversen Gesundheitsreformen, die seitdem in Kraft getreten sind. Heute verfügt das Seniorenzentrum über 88 Plätze mit 60 Einzel- und 14 Doppelzimmern sowie über acht Kurzzeitpflegeplätze. Seit 2016 leitet Brigitte Mohren das Seniorenzentrum. Sie und ihr Team betreuen heute deutlich mehr betagte Bewohner mit einer diagnostizierten Demenz als früher. Das Bewusstsein für diese Erkrankung sei in den vergangenen 25 Jahren extrem gewachsen, berichten die Pflege-Expertinnen. Man gehe heute bewusster mit den Betroffenen um und schenke der Krankheit und ihren Folgen viel mehr Aufmerksamkeit. Demzufolge hat sich auch das Arbeitsfeld von Corina Becker stark verändert: 1996 waren zwei Mitarbeiterinnen im Sozialen Dienst tätig, heute sind es elf. „Früher galten wir als die Animateure der Senioren, inzwischen haben wir ein viel weiteres Aufgabenfeld und sorgen vor allem für Struktur und Abwechslung im Tagesablauf.“

Sorgen bereitet den Frauen der Pflegenotstand. Und das, obwohl es im Team des Seniorenzentrum Stiftung Hambloch sehr wenig Fluktuation gibt. Sie selbst könne sich nichts Schöneres vorstellen. „Rückblickend sind die 25 Jahre wie im Flug vergangen“, so Becker. Für die Zukunft wünscht sie sich, dass das Seniorenzentrum und seine Bewohner wieder mehr am öffentlichen Leben teilnehmen können. „Da hat uns Corona schon sehr ausgebremst.“ Das trifft auch auf die Feierlichkeiten zum Jubiläum zu. Statt einer großen öffentlichen Feier wird es interne Festwochen in den einzelnen Wohnbereichen geben.

 

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Der Caritasverband Rhein-Erft-Kreis e. V. ist Träger von rund 70 Diensten und Einrichtungen rund um ambulante und stationäre Pflege, Familien-, Kinder- und Jugendhilfe sowie Beratungsdienste. Neun Seniorenzentren betreibt der Verband im Kreisgebiet. Mit über 1.600 Mitarbeitenden gehört er zu den größten Arbeitgebern im Rhein-Erft-Kreis. Hinzu kommen rund 1.000 Ehrenamtler. Damit ist der Caritasverband zugleich der größte Wohlfahrtsverband im Rhein-Erft-Kreis.

 

Bildzeile:

25 Jahre Caritas-Seniorenzentrum Stiftung Hambloch: Aus diesem Anlass pflanzten Brigitte Mohren, Einrichtungsleiterin Stiftung Hambloch, Peter Altmayer, Vorstandsvorsitzender Caritas Rhein-Erft, Martina Dresen, Sozialer Dienst, und Edith Schwermer, Bewohnerbeirat, einen Apfelbaum (von links).

 

Foto: Kaspar Müller-Bringmann/Abdruck honorarfrei

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