Caritas auf Corona-Ernstfall vorbereitet

07.04.20, 12:00
Kaspar Mueller-Brinkmann
170622_Außenansicht_St_Josef (c) Caritas

Quarantäne Stationen in Hürth und Kerpen

 

Hürth/Rhein-Erft-Kreis  – Die Caritas im Rhein-Erft-Kreis sieht ihre besondere Verantwortung für die rund 800 Bewohner in den neun Caritas-Seniorenzentren des Verbandes und hat deshalb umfangreiche Maßnahmen ergriffen. „Die Devise heißt Testen und Trennen“, sagt Peter Altmayer, Vorstandsvorsitzender der Caritas Rhein-Erft. 

Der Plan sieht vor, alle Bewohner und auch alle Mitarbeitenden in den Seniorenzentren nach Möglichkeit fortlaufend und wiederholt auf Covid 19- Erkrankungen zu testen. Die umfangreiche Testserie hat bereits begonnen. Alle positiv getesteten Bewohner werden, soweit sie transportfähig sind, im Caritas-Seniorenzentrum Sebastianusstift in Hürth-Gleuel isoliert und intensiv betreut. 

„Dazu werden die derzeit 14 Plätze der Kurzzeitpflege in Gleuel vorbereitet. Die ersten Kranken werden voraussichtlich am Karfreitag untergebracht und intensiv versorgt werden können“, sagt Altmayer. In den neun Caritas-Seniorenzentren im Rhein-Erft-Kreis gibt es derzeit zwei mit Coronaviren infizierte Bewohner. 

„Das wirksamste Mittel zur Verringerung der Infizierung ist die räumliche Trennung von infizierten und nicht infizierten Bewohnern“, erklärt Altmayer. „Wir müssen leider davon ausgehen, dass die Corona-Lage nicht in ein paar wenigen Wochen vorbei ist. Trotz aller umfangreichen Schutzmaßnahmen müssen wir deshalb auf eine größere Anzahl von Infizierten vorbereitet sein.“ 

Zu diesem Zweck wird das Gebäude des ehemaligen Caritas-Seniorenzentrums St. Josef in Kerpen-Buir reaktiviert. Das Haus steht seit dem 1. Oktober des vergangenen Jahres leer und sollte demnächst abgerissen werden. „Dort werden wir 72 Pflegeplätze für Erkrankte einrichten“, so Altmayer. Das sei mit erheblichen Aufwand verbunden – sowohl materiell als auch personell. „Wir werden aber diese Aufgabe stemmen. Wir werden alles tun, um unsere Bewohner zu schützen.“ Deshalb sei es unumgänglich, kranke von gesunden Bewohnern zu trennen. In der Woche nach Ostern soll auch die Einrichtung in Kerpen-Buir wieder hergerichtet sein. 

Das Notfall-Konzept der Caritas ist am vergangenen Montag vom Rhein-Erft-Kreis genehmigt und begrüßt worden. 

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Der Caritasverband Rhein-Erft-Kreis e. V. ist Träger von rund 70 Diensten und Einrichtungen rund um ambulante und stationäre Pflege, Familien-, Kinder- und Jugendhilfe sowie Beratungsdienste. Neun Seniorenzentren betreibt der Verband im Kreisgebiet. Mit über 1.600 Mitarbeitenden gehört er zu den größten Arbeitgebern im Rhein-Erft-Kreis. Hinzu kommen rund 1.000 Ehrenamtler. Damit ist der Caritasverband zugleich der größte Wohlfahrtsverband im Rhein-Erft-Kreis.

 

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