Phönix-Gruppe der Caritas-Familienberatungsstelle Erftstadt: Kinder mit viel Spaß vor und hinter der Kamera

16.07.20 09:30
Kaspar Mueller-Brinkmann
200716_caritas_filmprojekt_mr (c) Alois Müller

Rhein-Erft-Kreis/Erftstadt – „Ruhe bitte, wir drehen!“, lautete das Kommando für die Kinder der Phönix-Gruppe. Für vier Tage verwandelten sich die Räume der Caritas-Familienberatungsstelle Erftstadt in ein Filmstudio. Beim Camera-Acting-Kurs lernten die Kinder, sich mit Körper, Mimik und Gestik auszudrücken sowie in andere Rollen zu schlüpfen. Fünf Mädchen und ein Junge zwischen acht und elf Jahren agierten aber nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera und produzierten unter Leitung von Heike Nickel einen kleinen Kurzfilm, der Eltern und Geschwistern im Rahmen eines Kino-Nachmittages präsentiert wurde.

Das Besondere an dem Filmworkshop: Die Teilnehmer sind Kinder psychisch oder suchterkrankter Elternteile. Der Kurs war Höhepunkt und Abschluss der Phönix-Gruppe, die sich etwa über ein Jahr wöchentlich getroffen hat. Die Leiterinnen Franziska Graw-Czurda und Anna Clasen unterstützten die Kinder dabei, Gedanken auszutauschen und Erlebnisse miteinander zu teilen. Und so wundert es auch nicht, dass es bei dem Kurzfilm um die Themen „Rettung und Hilfe bei Schwierigkeiten“ ging. Die „Benno-Bande“ rettet einen kleinen Dackel vor seinem immer schlecht gelaunten Besitzer und findet ein neues Zuhause für ihn. „Für uns ist es wichtig, dass die Kinder Themen einbringen können, die sie beschäftigen und Spaß an der Gruppe haben“, erzählt Graw-Czurda. Die Gruppe bietet einen Raum, in dem die familiären Situationen sowie die eigenen Gefühle Platz haben und gleichzeitig oder gerade deswegen einen Ort, an dem die Kinder eine gute Zeit miteinander haben.

Zahlreiche theaterpädagogische Übungen und Spiele ermöglichten den Kindern, das Zusammenspiel von Körper, Mimik und Gestik zu entdecken und bewusst zu erleben. Besonders spannend waren Übungen, die verdeutlichten, wie unmittelbar Gefühle auf Körperhaltung und Gesichtsausdruck wirken: Was passiert im Gesicht, wenn man an etwas Lustiges denkt? Welche Muskelpartien spannen sich an, wenn man auf jemanden wütend ist? Ganz nebenbei erfuhren die Phönix-Kinder viel über den Einfluss positiver und negativer Gedanken auf das eigene Empfinden. „Ich finde es cool, dass wir viel über Gestik und Mimik gelernt haben“, sagte ein Kind stellvertretend für die anderen.

Am Ende der Gruppe zeigen sich nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern begeistert: „Mein Kind hat jetzt mehr Mut, mir Fragen zu meiner Erkrankung zu stellen und weiß, dass es nicht schuld ist“, berichtet eine Mutter nach der Kinovorstellung. Solche und ähnliche Beobachtungen erleichtern Eltern und machen das Miteinander in der Familie etwas unkomplizierter. Zum Schutz der Privatsphäre der Teilnehmer ist der Film nicht öffentlich zu sehen.

 

 

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Bildzeile:

Franziska Graw-Czurda und Anna Clasen (v. l.) leiten die Phönix-Gruppe der Caritas-Familienberatungsstelle Erft-stadt und unterstützten die Kinder bei ihrem Filmprojekt. 

Foto: Alois Müller/Abdruck honorarfrei

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